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Was spielen eigentlich Kinder, die wenig oder gar nicht hören können? Na, dasselbe wie alle Kinder natürlich. Je nach Temperament und Laune steht ihnen mal der Sinn nach Fangen oder Verstecken, und dann sind ihnen wieder Papier und Buntstifte lieber. Wenn Sie also überlegen, wie Sie Ihr Kind oder vielleicht sogar eine ganze Geburtstagsparty beschäftigen sollen, denken Sie einfach an die Spiele Ihrer Kindheit zurück. Oder besorgen Sie sich eines der vielen Bücher, in denen Hunderte verschiedener Möglichkeiten gesammelt stehen.

Ein paar Kleinigkeiten sollten Sie aber bei der Auswahl beachten. Stellen Sie sich einfach wieder vor, Sie selbst wären an der Stelle Ihres Kindes. Wie würde ein bestimmtes Spiel für Sie aussehen?

  • Alle wichtigen Abläufe sollten zu sehen sein. Singspiele und Reime machen wenig Spaß, wenn sie an einem vorbeirauschen. Mit ein bisschen Phantasie lassen sich jedoch viele klassische Sprachspiele zu Augenspielen umwandeln. Wetten, dass die neuen Versionen manchmal sogar noch lustiger sind als die verstaubten Originale? Probieren Sie doch mal die "Stille Post" aus.
  • Für hörende Kinder ist es spannend, sich die Augen zu verbinden und sich nur nach den Geräuschen und dem Lachen der Mitspieler zu orientieren. Visuelle Kinder dagegen sind mit einer Augenbinde von ihrer Umwelt abgeschnitten. Sie sind alleine und wissen so gut wie gar nicht, was um sie herum passiert. Das kann Angst machen. Solche Spiele sollten Sie also nur ausprobieren, wenn sich alle Kinder sicher und geborgen fühlen. Oder einfach auf die Ehrlichkeit der Spieler setzen und jedes Kind selbst die eigenen Augen mit einer Hand zuhalten lassen. Wird es ihm zu unheimlich, kann es einfach luschern.
  • Hören und Sehen sind nicht die einzigen Sinne des Menschen. Spiele, bei denen Dinge am Geruch oder durch Tasten erkannt werden müssen, sind für Kinder ungeheuer spannend. Sind sie alt genug, kann man sogar alles miteinander kombinieren: Peter darf schnuppern, wie der geheimnisvolle Gegenstand in einer Plastiktüte riecht, Susanne tastet, wie er sich anfühlt, Klaus als hörendes Kind lauscht, ob er Geräusche macht, und alle drei erzählen mit Händen, Füßen und Mimik der gehörlosen Maria, was sie erfahren haben. Wenn Maria errät, dass es eine Seife (oder ein Wecker oder ein Schwamm oder eine Schachtel mit Nägeln oder...) war, ist die Aufgabe gelöst, und die Rollen werden gewechselt.

Spiele für drinnen

Stille Post

Schuhe tasten

Was fühle ich da?


Spiele für draußen

Verrückte Reise

Irrgarten


Der Abenteuer-Geburtstag


Computerspiele

Tommys Gebärdenwelt

Kinder der Stille

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